Du stehst jeden Tag in der Küche. Dein Team gibt alles. Die Stammgäste sind begeistert. Aber neue Gäste? Die landen beim Nachbarn, weil der bei Google oben steht. Für Restaurants im Allgäu ist lokale Sichtbarkeit Pflicht. Gäste suchen jede Woche neu: „Restaurant Kempten", „Essen gehen Oberstdorf", „Gasthof Allgäu".
Dein Google Business Profil — das zweitwichtigste Schild
Nach dem Schild über deiner Tür ist das Google-Profil dein wichtigstes Aushängeschild. Sucht jemand „Restaurant in meiner Nähe", zeigt Google drei Treffer mit Karte, Sternen und Entfernung. Dort willst du stehen.
Die Grundlagen für Gastronomen:
- Richtige Rubrik: „Restaurant" als Haupt-Rubrik. „Bayerisches Restaurant", „Pizzeria" oder „Brauerei" als Zusatz.
- Zeiten aktuell halten: Ruhetage, Mittagspause, Ferien, Feiertage. Nichts schadet mehr als ein Gast vor verschlossener Tür. Der schreibt dann eine 1-Stern-Bewertung.
- Speisekarte verlinken: Google kann den Inhalt lesen. Das hilft bei Suchen wie „Käsespätzle Kempten".
- Fotos, die Hunger machen: Gute Bilder von Gerichten, Gastraum, Terrasse und Team. Mindestens 15 Fotos. Kein unscharfes Handyfoto vom Braten.
- Angaben nutzen: „Terrasse", „Reservierung möglich", „Vegane Optionen". Diese Filter nutzen Gäste aktiv.
Mehr dazu in meinem Artikel zum Google Business Profil.
Bewertungen: Dein Gästebuch im Netz
Im Allgäu entscheiden Sterne über volle oder leere Tische. Vor allem bei Gästen von außerhalb.
So bekommst du mehr Bewertungen:
- QR-Code auf der Rechnung oder am Tisch. Direkter Link zur Google-Bewertung. „Hat's geschmeckt? Wir freuen uns über deine Meinung."
- Team einbinden. Ein kurzer Hinweis beim Bezahlen: „Wenn Sie zufrieden waren, hilft uns eine Bewertung sehr." Kein Druck. Ein Angebot.
- Auf jede Bewertung antworten. Bei Lob: Persönlich danken und das Gericht nennen. Bei Kritik: Ruhig bleiben und Lösung zeigen. Neue Gäste lesen die Antworten mit.
Tipp: Bau lokale Wörter in deine Antwort ein. Zum Beispiel: „Danke für Ihren Besuch in der Kemptener Altstadt. Schön, dass die Käsespätzle geschmeckt haben." Das stärkt die lokale Relevanz.
Deine Website: Mehr als eine Visitenkarte
Viele Wirte denken: „Reicht doch Google, TripAdvisor und Instagram." Nein. Nur auf deiner eigenen Seite steuerst du Botschaft, Design und Ergebnis. Kein Algorithmus dazwischen.
Was eine Restaurant-Website braucht:
- Speisekarte als Text, nicht nur als PDF. Google liest PDFs schlecht. HTML mit Gerichten, Preisen und Zutaten ist Gold wert. Bonus: Allergene gleich mit.
- Button zum Reservieren, sofort sichtbar. Oben rechts, groß, klickbar. Am Handy ein Tipp. Kein Suchen.
- Anfahrt mit Karte. Aber datenschutz-konform. Google Maps erst nach Zustimmung laden. Oder ein Bild mit Link.
- Zeiten gut sichtbar. Nicht auf einer Unterseite versteckt. Auf der Startseite und im Footer.
- Lokale Themen-Seiten. „Biergarten Kempten", „Mittagstisch Sonthofen", „Hochzeit im Allgäu". Solche Seiten fangen gezielte Suchen ab.
Schema.org: Google dein Menü erklären
Mit Schema-Markup sieht dein Eintrag bei Google besser aus. Sterne, Preisklasse, Zeiten und Küche direkt sichtbar.
Wichtige Schema-Typen für Restaurants:
Restaurant(Haupttyp)servesCuisine: „Bayerisch", „Italienisch", „Vegan"priceRange: „€€"addressundgeo: Genaue LageopeningHoursSpecification: Zeiten als Datenmenu: Link zur KarteaggregateRating: Sterne-Schnitt (wenn vorhanden)
Inhalte, die Gäste bringen
Ein Blog auf einer Restaurant-Seite? Klingt seltsam. Aber kurze, regionale Texte bringen ständig neue Besucher:
- „Die 5 besten Wanderungen rund um [Ort] — mit Einkehr-Tipp" (der Tipp bist du)
- „Was im Herbst auf den Tisch kommt — saisonale Küche im Allgäu"
- „Unser Käse kommt von der Alpe [Name] — die Geschichte dahinter"
- „Was im [Monat] los ist in [Ort]"
Solche Artikel machen dein Restaurant zum Teil der Region. Und sie bringen Besucher über Suchen, die sonst kein Wirt abdeckt.
Drei Dinge, die du heute tun kannst
- Google-Profil prüfen: Zeiten aktuell? Fotos vorhanden? Alle Rubriken gesetzt?
- 5 Stammgäste um eine Bewertung bitten. Diese Woche noch.
- Speisekarte als Text auf die Website. Nicht nur als PDF.
Das allein kann in wenigen Wochen einen klaren Unterschied machen.
Fazit: Gutes Essen verdient gute Sichtbarkeit
Du steckst Herz und Können in dein Restaurant. Deine Online-Präsenz sollte das zeigen. Nicht mit Stock-Fotos und Baukasten-Look. Sondern mit einer Seite, die so eigen ist wie deine Küche.
Du willst dein Restaurant online nach vorne bringen? Schreib mir — ich schaue mir deine Sichtbarkeit an und zeige dir die größten Hebel. Oder wirf einen Blick auf meine Preise.
